Vakuum-KnowHow - Kartonagenhandhabung mit Vakuum-Sauggreifern
20.03.2009
Herausforderungen und Lösungen für automatisierte Kartonierprozesse.
Die Verpackungsbranche ist nach der Automobilindustrie der zweitgrößte Markt für Robotersysteme. Zur Automatisierung werden verschiedenste Vakuum-Sauggreifer, elektrische und pneumatische Vakuum-Erzeuger sowie Vakuum-Komponenten zur Systemüberwachung und Teilekontrolle wie Vakuum-Schalter eingesetzt.
Auf Grund Ihrer Werkstückeigenschaften stellen Kartonagen spezielle Anforderungen an die eingesetzten Vakuum-Sauggreifer:
- die Oberfläche ist äußerst abrasiv
- die Werkstücke sind oft nicht vollkommen eigenstabil
- die Kartonagen sind häufig extrem porös
- bei befüllten, geschlossene Kartonagen sind Flächen oft mit Klebeband bedeckt
- bei Kartons mit wiederverschließbarer Lasche kommt es zu Höhenunterschieden durch Überlappung zweier Kartonlagen
Der Kartonierprozess erweitert diese Anforderungen an Vakuum-Sauggreifer noch weiter:
- da die Kartonqualität stark variieren kann muss der eingesetzte Vakuum-Sauggreifer ein möglichst breites Werkstückspektrum abdecken
- extrem hohe Querkräfte insbesondere in Rotationsaufrichtern führen zu einem schnellen Saugerverschleiß
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- Die Verpackungsauggreifer sind als Flach-, Balg- und Ovalsauggreifer in unterschiedlichen Abmessungen und mit variablen Anschlussmöglichkeiten erhältlich.
Die Kombination all dieser Herausforderungen bildet das Profil und die Eigenschaften der neuen Baureihe Verpackungssauggreifer aus ELASTODUR von Schmalz:
- die weiche, an die Oberflächenstruktur der Kartonage anpassungsfähige Dichtlippe
- der widerstandsfähige Werkstoff ELASTODUR, um dem saugerverschleißenden Kartonierprozess gerecht zu werden
- die hohe Verschiebekraft, um auftretende Querkräfte aufnehmen zu können; realisiert wird dies bei Flachsauggreifern durch innere Reibelemente und bei Balgsaugern durch die formschlüssige Verriegelung von Balg und Dichtlippe
- der verstärkte Saugergrundkörper, um ein Strecken des Sauggreifers zu ermöglichen (s. Praxistipp unten), ein Einfallen des Balgs wird durch Verstärkungsplatten verhindert
- die groß dimensionierten Nenndurchmesser garantieren eine hohe Saugkraft auf unterschiedlichsten Werkstücken
Praxistipps:
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- Praxistipp: Befüllte Kartons prozesssicher handhaben
Die mechanische Abstützung verhindert, dass die Sauggreifer auf Block fahren. Schmalz Verpackungssauggreifer bleiben dabei gestreckt.
Aufschwingen von Kartons vermeiden
Kartons tendieren auf Grund Ihrer Masse insbesondere in Palettierabläufen dazu aufzuschwingen. In der Praxis werden daher sehr häufig mechanische Abstützungen verwendet, gegen die der Karton gezogen wird. Das Spannen der Kartonage führt dazu, dass die eingesetzten Faltenbalgsauggreifer nicht vollständig auf Block fahren, sondern stets etwas gestreckt sind (siehe Anwendungsfoto links). Standardsauggreifer tendieren hierbei allerdings dazu, einzufallen, da der Balg für solche Anwendungen nicht konzipiert wurde. Schmalz Verpackungssauggreifer verhindern dies durch einen verstärkten Grundkörper sowie integrierte Abstützrippen.
Richtige Platzierung der Sauggreifer auf dem Karton
Befüllte Kartons wölben sich sehr schnell durch. Daher neigt die Kartonage dazu, sich vom Sauggreifer abzuschälen. Dies wird vermieden, wenn die Sauggreifer nicht in der Mitte des Kartons, sondern möglichst nahe an den Außenkanten platziert werden. Die erhöhte Stabilität des Kartons im Bereich der Kanten ermöglicht so die Übertragung höherer Kräfte und dadurch höhere Beschleunigungen und Verfahrgeschwindigkeiten.
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