2009 erneut mehr Ausbildungsplätze in der Region

17.10.2008

2009 schafft die Unternehmensinitiative erneut zusätzliche Ausbildungsplätze zum Metallfeinbearbeiter für lernbeeinträchtigte Jugendliche in der Region.

Für das Ausbildungsjahr 2009/2010 soll lernbeeinträchtigten Jugendlichen wieder der Einstieg in das Berufsleben durch zusätzlich geschaffene Ausbildungsplätze zum Metallfeinbearbeiter ermöglicht werden. Dies ist das Ergebnis des letzten Treffens der Ausbildungsinitiative, das auf Einladung von Dr. Kurt Schmalz, geschäftsführender Gesellschafter der J. Schmalz GmbH und Initiator der Initiative, in Glatten stattfand. Die Ausbildungsinitiative wurde 2006 gegründet und setzt sich zusammen aus Vertretern der Firmen Schmalz, Arburg, Bosch-Rexroth, fischer, Homag, Leuco, L´Orange und erstmalig auch Memminger-IRO sowie der IHK Nordschwarzwald, der Agentur für Arbeit, des Landkreises Freudenstadt, der Heinrich-Schickhardt-Schule und der Christophorus-Schule. Ziel der Aktionsgruppe ist es, neben den regulären Ausbildungsplätzen zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten für lernbeinträchtigte Jugendliche bzw. Absolventen einer Förderschule anzubieten. Die beteiligten Unternehmen wollen damit ihre soziale Verantwortung noch stärker wahrnehmen und mehr Jugendlichen in der Region eine Chance auf einen Ausbildungsplatz eröffnen.

Seit Gründung der Ausbildungsinitiative haben 18 junge Menschen ihre Ausbildung zum Metallfeinbearbeiter begonnen, acht davon alleine im laufenden Jahr. Dabei erlernen sie Grundfertigkeiten in der Metallbearbeitung, Montage und Instandsetzung von Teilen, Maschinen, Geräten und Apparaten. Zu den Tätigkeiten eines Metallfeinbearbeiters zählen hauptsächlich Drehen, Bohren und Fräsen. Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. Neben der praktischen Ausbildung im Unternehmen schaffte die Initiative für die Jugendlichen Sonderklassen an den Schulen, in denen sie intensiv betreut werden können.

Die Ergebnisse der Ausbildungsinitiative sprechen für sich: Einer der Absolventen schaffte nach einem überdurchschnittlichen Abschluss den Sprung zu den Industriemechaniker-Azubis im dritten Lehrjahr und schloss diese Ausbildung im Frühjahr 2008 erfolgreich ab. Ein weiterer Absolvent stieg nach bestandenem Abschluss sofort ins Berufsleben ein und arbeitet seither als Facharbeiter bei der J. Schmalz GmbH. Und auch von den aktuellen Azubis gibt es Erfolge zu vermelden: So hat die 2007 gestartete Klasse komplett den Übergang ins zweite Lehrjahr gemeistert. Die Rückmeldungen der beteiligten Ausbildungsfirmen und Ausbilder sind dabei durchweg positiv. Und auch die Jugendlichen selbst sind von dem Modell überzeugt und stolz auf ihre Ausbildung. Frau Dr. Günther, Rektorin der Christophorus-Schule in Freudenstadt, berichtet, dass man unter den Schülern der Förderschulen der Meinung ist: „Wer einen solchen Ausbildungsplatz bekommt, hat es geschafft.“

Mindestens acht Jugendliche mit einem Ausbildungsvertrag sind zur Bildung einer Sonderklasse notwendig. Zum jetzigen Zeitpunkt fehlen jedoch noch vier Ausbildungsplätze. Die bisherigen Teilnehmer der Ausbildungsinitiative haben sich deswegen zum Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres weitere Unternehmen aus der Region für diese Initiative zu gewinnen. Firmen, die sich der Ausbildungsinitiative anschließen möchten, sind herzlich willkommen und können sich für weitere Informationen an die IHK-Nordschwarzwald wenden. Ansprechpartner ist Michael Jost, Marie-Curie-Straße 2, 72250 Freudenstadt, Telefon 07441/86052-16.


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