Schmalz erhält „Innovationspreis Mittelstand“
07.07.2010
Die J. Schmalz GmbH ist mit dem „Innovationspreis Mittelstand der Volksbanken Raiffeisenbanken“ ausgezeichnet worden. Für die Entwicklung eines neuen Greifers für die Photovoltaik-Industrie, den Schmalz Wafer-Greifer, hat der Vakuumtechnik-Spezialist am Mittwoch (23. Juni 2010) in Heilbronn den Hauptpreis erhalten, der mit 25.000 Euro dotiert ist.
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- Schmalz Wafer-Greifer SWG mit Solarzelle.
Wafer und Solarzellen sind Bausteine für Photovoltaikmodule, die auf Hausdächern Sonnenlicht in Strom wandeln. Roboter legen die Wafer und Solarzellen auf den hundertstel Millimeter genau für den nächsten Arbeitsschritt bereit. Allerdings bestehen diese Bausteine aus dem spröden Grundmaterial Silizium und sind hoch empfindlich. Sie können bei der Handhabung leicht brechen. Der jetzt mit dem Innovationspreis ausgezeichnete Greifer, der sozusagen die Hand eines Roboters darstellt, löst diese Herausforderung. Er nimmt die Solarteile so sanft auf, dass bei ihnen trotz der Verarbeitungszeit im Sekundentakt keine Risse entstehen. Ermöglicht wird dieses schnelle und vorsichtige Greifen, indem an Hunderten von Saugstellen der normale Luftdruck reduziert wird und dadurch ein Unterdruck entsteht, so wird der Wafer schonend angesaugt. Der neue Greifer erfüllt erstmals verschiedene Anforderungen der Solarfirmen: Er ermöglicht Taktzeiten von weniger als einer Sekunde, behandelt die Solarzellen vorsichtig und ohne einen „Fingerabdruck“ zu hinterlassen und er kann in der Produktion unter Reinraumbedingungen eingesetzt werden. Nur so ist die Produktion der Module zukunftsfähig und wirtschaftlich.
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- ZDF-Nachrichtenmoderatorin Gundula Gause, geschäftsführender Gesellschafter der J. Schmalz GmbH Wolfgang Schmalz, Vorstandsmitglied der Volksbank Rottweil Gislinde Sachsenmaier, geschäftsführender Gesellschafter der J. Schmalz GmbH Dr. Kurt Schmalz und Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands Gerhard Roßwog.
Die Entwicklungszeit dieser innovativen Technik bis zu ihrer Marktreife im Mai 2009 war mit nicht einmal fünf Monaten extrem kurz; das Produkt hat sich seither schnell am Markt etabliert. Das Preisgeld will Schmalz für die weitere Forschung und Entwicklung von innovativen Vakuum-Lösungen verwenden. Insbesondere setzt das Unternehmen auf Branchen wie Verpackung, Solar oder Windkraft.
Der VR-Innovationspreis wird seit zehn Jahren an mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg verliehen. Eingeladen zur Teilnahme am VR-Innovationspreis wurde die J. Schmalz GmbH von der Volksbank Rottweil, die die Firma als örtliche Bank bereits seit Jahrzehnten betreut. Teilnehmen können Betriebe, die maximal 100 Millionen Euro Umsatz machen. Die Jury besteht aus Wirtschaftsvertretern, Wissenschaftlern und Medienfachleuten. Bewertet werden technische Innovationen, nachhaltige Konzepte und kreative Leistungen.
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